2012 Ökonomierat Rebholz Muskateller QbA

ÖRMuska2011Viele Weine des Weingut Ökonomierat Rebholz aus dem rheinland-pfälzischen Siebeldingen gehören mit zu meinen liebsten Tropfen. Hansjörg Rebholz bewirtschaftet das Weingut nunmehr in dritter Generation seit Ende der 1970er Jahren. Die Weine aus der Rebholz-Schmiede werden ökologisch ausgebaut und wachsen und gedeihen im Einklang mit der Natur – soll heißen die Rebsorten müssen sich mit den örtlichen Gegebenheiten als Lebensgrundlage zufrieden geben und das Beste aus sich herausholen. Die Burgundersorten (Spätburgunder, Weißburgunder, Grauburgunder & Chardonnay) übernehmen mit 50% das Traubenregiment, gefolgt von 35% Riesling und kleineren Mengen von Sauvignon blanc, Muskateller, Gewürztraminer und Müller-Thurgau. Ausgebaut werden die VDP-Weinbergslagen mit hoher Sorgfalt und Transparenz, so entwickeln die Weine eine ganz eigenständige Charaktere und bestechen durch ihre hohe Langlebigkeit. Geduldig muss der Weingenießer hier schon sein, denn der ein oder andere Tropfen sollte lieber noch ein Jahr oder länger im Weinkühlschrank ruhen dürfen um die Eigenständigkeit des jeweiligen Terroirs vollständig ausbilden zu können. Heute stelle einen hervorragenden Sommerwein vor, den 2012 Ökonomierat Rebholz Muskateller QbA. Die Rebsorten der Muskatellerfamilie (die bekanntesten sind Muscat Ottonel, Muscat d´Alexandrie und der edle Muscat blanc á petit grains) sind recht frostempfindlich und reifen eher spät, daher ist in Deutschland das Anbaugebiet südliche Pfalz am geeignetsten, denn hier stimmt die Bodenbeschaffenheit und auch die Witterung tags und nächtens ist nahezu perfekt.

„Ein Muskateller ist so prägnant in seiner Charakteristik, man erkennt ihn sofort. Schon die erste Nase lässt einem sofort das Wasser im Munde zusammenlaufen. Ein herrliches, kräftiges Aroma nach frischen Trauben und Zitrusfrüchten, gepaart mit floralen Tönen und Kräuternoten, Litschi und dezent nach Muskatnuß. Am Gaumen präsentiert sich der 2012 Ökonomierat Rebholz Muskateller QbA sehr kräuterig und honigwürzig, mit sehr klarer Zitrusfrucht und hervorstechenden Traubennoten, einer sehr guten Säure und schöner Aromatik nach frischer Muskatnuß. Ist der erste Schluck genossen, entdeckt man auch sogleich die Nachhaltigkeit und Dichte in der gesamten Struktur. Der Abgang liegt im gesunden mittleren Bereich, und auch hier zeigt sich der Muskateller würzig, traubig und ungeheuer sommerlich. Genossen haben wir diesen tollen Wein zu selbstgemachten Linguine mit gegrillten Garnelen auf frischen, mediterranen Kräutern und zerlassener Butter. Herrlich.“

Die südliche Weinstrasse liegt im südlichen Teil des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Die Weine des Weingutes, so auch dieser duftige Muskateller, werden seit 2006 nach ökologischem Standard ausgebaut und tragen das zertifizierte Biosiegel. Die Weinberge werden schonend behandelt und auch die Weinlese geschieht von Hand – eine bessere Gewährleistung dafür, das nur gesundes und bestes Traubengut für die Ernte weiterverarbeitet werden gibt es wohl kaum. Nach der schonenden Pressung des Traubengutes verbleibt der Most für 24 Stunden auf der Maische, das sorgt für einen sehr aromenintensiven Wein, da mit diesem Verfahren die ganzen Aromastoffe aus der Traubenhaut in die Maische gelöst werden. Im Anschluß wird temperaturgesteuert vergärt und in Edestahltanks zum reifen abgefüllt. Hier ruht der Muskateller bis zum Mai im darauffolgenden Jahr bevor er für den Handel auf die Flasche gefüllt wird. So ein frischer, junger Muskateller will auch jung getrunken werden – ich lasse den aktuellen Jahrgang niemals länger als 2 Jahre liegen.

Alkoholgehalt: 12 vol% | Restzucker: ca. 5 g/L | Gesamtsäure: ca. 5,9 g/L | Rebsorte: Muskateller | Deutschland-Pfalz | Ausbau im Edelstahltank | Trinkbar ab 2013 bis 2015 | Preis für 0,75L ab 11,90 EUR

Photomaterial & Recherche: Lorenz Looke

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