2011 Ökonomierat Rebholz Chardonnay „R“ Spätlese

IMG_7339-2Das Weingut Ökonomierat Rebholz hat seinen Sitz im pfälzischen Siebeldingen, im Landkreis Südliche Weinstrasse in Rheinland-Pfalz. In Sachen Spitzenweinbau ist die Familie Rebholz ein Pionier wenn es um das besondere Terrain, Nachhaltigkeit und Spitzenprodukte im Weinbau geht – seit 2006 werden die Weine konsequent biodynamisch ausgebaut. Den Titel Ökonomierat erhielt Eduard Rebholz für seine besonderen Verdienste im Weinbau gerade in den Nachkriegsjahren, Sohn Hans Rebholz hat als Verfechter durchgegorener und trockener Weine den Stil des Hauses weiter verfestigt und der Enkel und jetzige Inhaber Hansjörg Rebholz bewirtschaftet das Weingut in aktueller Generation und bezieht sein Lesegut aus den Spitzenlagen der Südpfalz. Die ungeheure Vielschichtigkeit, das Extraktreichtum und die Dichte seiner Weine sind vor allem in den Rieslingen der Lage „Im Sonnenschein“ und in der Selektionslinie „S“ (Spätlese) und den Barrique-Weinen „R“ zu finden. Ich stelle heute die 2011 Ökonomierat Rebholz Chardonnay „R“ Spätlese vor. Diese Rebsorte aus der Burgunderfamilie wurzelte in den Weinbergen um Siebeldingen auf reinem Lößboden und reifte anschließend im Barrique und auf der Flasche – seit 1989 wird ein Teil der Weine in kleinen Eichenholzfässern als hochwertige Weinlinie mit schwarzem Etikett ausgebaut und vermarktet. 

„Die 2011 Ökonomierat Rebholz Chardonnay „R“ Spätlese zeigt sich nach dem Entkorken sehr präsent und dicht in der Nase, mit kräftigen Aromen nach Kräutern, Äpfeln, Pfirsichen und süsser Honigmelone. Am Gaumen zeigt sich diese wunderbare Chardonnay-Spätlese sehr klar und geradlinig nach gelben Früchten, mit tollen vanilligen, leicht nussigen Noten und buttrigen Tönen nach frischen Keksen – besonders präsent sind Aromen nach frischer Mango. Das Mundgefühl ist sehr trocken, ungeheuer dicht und saftig mit einer sehr feinen Säure und herrlichen Gerbstoffen, die sich filigran im Hintergrund aufhalten. Ein langes Finale rundet dieses elegante Geschmackserlebnis wunderbar ab. Genossen haben wir diesen sensationellen Tropfen zu im Weißwein gegartem Wildlachs in Hummersauce mit Bratkartoffeln und Wintersalat.“

Bei der Weinerzeugung geht die Familie Rebholz keine Kompromisse ein, ignoriert modische Trends in Sachen Wein und folgt der Idee des Naturweines. Es wird auf Chaptalisierung (Erhöhung des endgültigen Alkoholgehalts durch Zugabe von Zucker während der Gärung) ebenso verzichtet, wie auf eine zusätzliche Entsäuerung. Per Hand wird die Ernte im Herbst gelesen, anschließende Traubenselektierung und strenge Ertragsbegrenzung auf durchschnittlich 6.000 Liter pro Hektar sorgen für hochwertigste Weine die auch dementsprechend genossen werden sollten. Der Genuss eines Weines spiegelt sich meines Erachtens auch in dem Wissen um die Herstellung, und die enorme Arbeit die dahinter steht. Die Spitzenlagen des Weingut Ökonomierat Rebholz sind Birkweiler Kastanienbusch, Münzberg, Rosenberg, und die Lage Im Sonnenschein.

Alkoholgehalt: 13,5 vol% | Restzucker: 0,6 g/L | Gesamtsäure: 5,3 g/L | Rebsorte: Chardonnay | Deutschland-Pfalz | Ausbau für 10 Monate im Barrique (Eichenholz aus Frankreich und der Pfalz) | Jahrgang 2011 ist lagerfähig bis 2020 | Preis für 0,75L ab 32,90 EUR

Text, Recherche & Photo: Lorenz Looke

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